Unmoralisches Angebot im Internet

"Tausche Sex gegen Wiesn-Tisch"

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Eine Prostiuierte im Münchner Bordell "Caesar's Palace" - Sex und Wiesn gehören doch irgendwie zusammen

München - Im Internet werden Reservierungen von Wiesn-Tischen nicht nur gegen Geld angeboten, sondern auch mit der Aussicht auf Sex. Alles passiert auf freiwilliger Basis - merkwürdig mutet es allemal an.

Der Handel mit Wiesn-Tischen boomt. Mehrere tausend Euro werden bei Ebay teils für eine Reservierung aufgerufen. Mancher Wirt hat sogar eigens Detektive dafür abgestellt, um dem Wucher Einhalt zu gebieten und die Plätze ertappter Händler zu sperren.

Auch abseits des großen Auktionshauses wird mit Wiesn-Tischen gehandelt - allerdings nicht gegen Bares. Auf der einschlägigen Erotik-Plattform Joyclub werden Reservierungen angeboten, und im Gegenzug wird Sex in Aussicht gestellt!

So hat ein Nutzer mit dem Nickname "Qualitylover" kürzlich unter der Überschrift "Treiben auf der Wiesn" eine unmoralische Anzeige eingestellt. "KARTEN für Hippodrom sind vorhanden", heißt es darin. "Suche hierzu eine Dame, ein Paar oder eben auch weitere heiße Mitspieler, die in München, auf dem Oktoberfest und eben auch vorher und nachher Spaß haben wollen. Also, wer ist in der Stadt und will mitspielen?"

Mit solchen Anzeigen soll zwar offensichtlich nicht direkt die Verzweiflung der Suchenden ausgenutzt werden. Denn die Anzeigen sind schon in der Kategorie für Sex-Dates eingestellt. Wer dort reinklickt, dürfte so etwas nicht grundsätzlich abgeneigt sein. Alles passiert ganz offensichtlich nach dem "Alles kann, nichts muss"-Prinzip. Aber die Intention ist ganz klar - und die vorhandene Reservierung soll bei der Überzeugung helfen. So auch in diesem Fall: "Wir sind diesen Donnerstag auf der Wiesn und wollen richtig Spaß haben ... gerne mit einem attraktiven Paar! Platz am Tisch ist noch ... wer Lust auf Wiesn-Club frivol hat, bitte mailen (nur Paare und Frauen)."

Auch umgekehrt blüht der Handel. Wer keine Reservierung hat, sucht eben eine und stellt Sex in Aussicht. Ein Pärchen schreibt: "Jedes Jahr das gleiche, Wiesn geht an, und wir haben die Reservierung verschlafen", schreiben sie und suchen nach Menschen, die an ihrem Tisch zusammenrutschen. "Wir sind betrachtet, trinkfest, gern frivol unterwegs und wohnen sieben Taximinuten von der Wiesn entfernt. Auswärtige können evtl. bei uns übernachten. Gutscheine werden natürlich ersetzt. Vielleicht geht was zusammen."

Sex gegen Wiesn-Tisch - ein ungewöhnlicher Handel. Aber immerhin fließt kein Geld. Und solange alles wie klar dargestellt auf freiwilliger Basis passiert und der frivole Teil vor und nach dem Festzelt-Besuch passiert, dürfte auch keiner etwas dagegen haben. Die Wiesn und Erotik gehören halt irgendwie zusammen (siehe dazu Fotostrecke unten). Auch bei der Tisch-Reservierung.

lsl.

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