Schmuddel-Skandal: Wiesn-Chefin empört

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Gabriele Weishäupl (l.) ist empört über das Treiben von merry4fun

München - Eine Kielerin hat die Wiesn in den vergangenen zwei Jahren als Schmuddel-Drehort benutzt und will auch heuer wieder dort ihre Sex-Spiele filmen lassen. Gabriele Weishäupl ist empört - und richtet einen Appell an die Wirte.

Rauf auf die Wiesn, Hose runter – und dann geht's zur Sache. Im Internet kursieren Videos mit Sex-Szenen, die offensichtlich auf der Wiesn gedreht wurden. Dort im Netz sind die Streifen kurz vor dem Anstich der Renner. Und: Weitere Filme sind für heuer in Planung! Im Rathaus ist die Empörung groß.

Merry4fun nennt sich die besonders offenherzige Dame im Netz. Die 23-jährige Kielerin ist Initiatorin und gleichzeitig Akteurin der Schmuddelfilme, die 2009 und 2010 entstanden sind. Darin spricht sie wildfremde Männer an und verwöhnt diese mit Oralsex. Auf der Bierzeltstraße, vor einem Festzelt oder darin. Das Portal oktoberfest-live.de erreichte die Darstellerin am Telefon. Sie verdiene ihr Geld als Chemielaborantin. Die Amateur-Clips, die sie übers Internet verkauft, seien ein Zubrot. „Ich liebe das Oktoberfest“, sagt sie. Aber warum Schmuddeldrehs? „Weil dort viele Menschen sind und ich drauf stehe. Ich mag dieses Aufregende in der Öffentlichkeit. Das Lustige ist, dass sehr viele mitmachen. Ich spreche sie an und sage, dass sie gefilmt werden. Sie sagen, das sei kein Problem. Dann geht’s los.“

Schmuddel-Dreh auf der Wiesn

Schmuddel-Dreh mitten auf der Wiesn

Dass sie wildfremde Menschen mit dem Mund verwöhnt und das aufzeichnen lässt, brachte die Kielerin 2009 schon auf die Wiesn-Wache. „Beim ersten Mal wurde ich verhaftet. Ich hatte einen Iren angesprochen. Er war gleich dabei. Plötzlich wurde ich weggerissen, in Handschellen gepackt und mit auf die Wache genommen. Da kam aber nichts mehr nach.“

Ein schlechtes Gewissen hat merry4fun nicht. „Ich achte darauf, dass keine Kinder in der Nähe sind, das geht gar nicht.“ Das beruhigt Wirte und Veranstalter freilich nicht. Der Wirt, an dessen Zelt sich der Dreh nach ihren Angaben ereignet hat, will zu diesem pikanten Thema nichts sagen.Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl aber ist empört. Weishäupl: „Das ist geschmacklos! Als Festleitung wollen wir das nicht haben.“

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Die 23-jährige Darstellerin wird die Stadt aber wohl noch weiter in Atem halten, denn auch dieses Jahr will die Kielerin wieder nach München kommen. „Ich muss da hin. Das ist mit Spaß verbunden. Man trinkt Bier, isst – es ist nicht nur der Amateur-Dreh.“ Aber der gibt ihr einen besonderen Kick: „Es ist der Reiz des Verbotenen.“ Die Wiesn-Chefin geht bei diesen Worten in die Offensive: „Ich fordere die Wirte auf, das Sicherheitspersonal anzuhalten, solche Vorfälle sofort zu unterbinden.“

Die Kielerin ist übrigens nicht die Einzige, die die Wiesn als Szenerie für Sex-Filme nutzte oder nutzen will. Bereits im Jahr 2005 hatte ein Trio in einer Kabine des Riesenrads eindeutige Aufnahmen gemacht.

al/nba 

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